Innung SHK Versammlung 25. November 2015
25.11.2015 17:00
Eine Fülle wichtiger Themen bei der Innungsversammlung
Augsburg. - Bei der SHK-Innungsversammlung am 25. November 2015 fanden rund 30 Firmen- und Verbandsvertreter den Weg ins Haunstetter Innungshaus. Nach der Begrüßung durch Innungs-Obermeister Rolf Rieblinger referierte Klaus Rüttiger vom Fachverband Bayern über das Thema „Effizienz und Kennzeichnung von Wärmeerzeugern – Konsequenzen für Hersteller, Handwerker und Verbraucher“.
Anhand zahlreicher Folien machte er dabei die Auswirkungen insbesondere bei den Wärmeerzeugern (LOT 1) deutlich („mindestens Effizienzklasse A – hier ist aber fast ausnahmslos beim Brennwertkessel Schluss“). Im Grunde, so Rüttiger, gibt es zwei Richtlinien: Die Effizienzrichtlinie Technik und die Labelrichtlinie, wobei die letztere einen gewissen Gestaltungsspielraum bietet, da sich das Label des Kessels bei entsprechender Peripherie insgesamt verbessern kann. Die Trinkwasser-Erwärmer seien anstelle von Leistungsangaben nun „wie Textilklassen“ eingeteilt, die Niedertemperaturgeräte mit Gebläse seien verschwunden. „Ein Label“, so der Referent, „sei seit 26. September 2015 notwendig – Ausnahmen gebe es nur bei Lagerware mit Genehmigung des Kunden“. Einen erhöhten Aufwand sieht er in einem Komplettsystem verschiedener Hersteller. Werde alles neu installiert – Kessel, Pufferspeicher, Regelung und Solaranlage – muss dafür nämlich ein Verbundlabel erstellt werden. Bei Kessel mit Speicher von verschiedenen Herstellern, aber ohne Solartechnik, sind dagegen nur nur Einzellabel erforderlich. “Das Label“, so Rüttiger, „ist ein Produktmerkmal und eigentlich nach VOB eine Nebenleistung“.
Bis zum Jahr 2080 drei große Energiesäulen
Helmut Kaumeier, Leiter Kommunalkunden und Marktpartnerbetreuung der Erdgas Schwaben GmbH, umriss in einem gleichfalls sehr anschaulichen Vortrag die „Maßgeschneiderte Energieversorgung“ anhand der so genannten „Schwaben-pakete“ seines Unternehmens. Dabei plädierte er für die höchst förderfähige Umstellung von Öl auf Gas und zeigte anhand einer Grafik die „Energienetze der Zukunft“. In einer Vorausschau bis 2080 wurde sichtbar, dass es bis dahin drei Energiesäulen geben wird: Erdgas, Bio-Erdgas und Wasserstoff. Erdgas Schwaben betreut 190 Kommunen, hat 100.000 Kunden „am Netz“ und investiert jährlich rund 15 Millionen Euro in den Netzausbau.
Beiträge werden noch nicht erhöht
Bei der Frage nach einer Anpassung der Mitgliedsbeiträge wurde entschieden, dass der Grundbeitrag von 420 Euro im Oktober 2016 steigen solle (in Anlehnung an den Fachverband, der 2017 anheben wird). Bemängelt wurde die „Melde-Ehrlichkeit“§ einiger Betriebe, die weniger Mitarbeiter angeben würden, als sie tatsächlich hätten. Bei den Gebühren zur überbetrieblichen Lehrlings-Unterweisung (üLU) gab es eine „leichte Erhöhung“ von 10 Euro pro Woche. Beschlossen wurde auch eine Mitglieder-Werbekampagne. Laut Obermeister Rolf Rieblinger seien rund 130 Betriebe im Zuständigkeitsgebiet der Innung Augsburg noch nicht Mitglied. Um sie in den Verband zu holen, will man von den Neulingen im ersten und zweiten Jahr der Zugehörigkeit nur 50 Prozent des Normalbeitrags erheben.
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Ein
interessante Jahresversammlung, die mehr Besuch verdient gehabt hätte:
Obermeister Rolf Rieblinger bei der Begrüßung..... |
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…und Klaus Rüttiger vom Fachverband Bayern bei seinem Referat. |
Fotos: Christoph Stich, SHK |