37 neue Gesellinnen und Gesellen starten ins Berufsleben
24.07.2026 22:00
Freisprechungsfeier der SHK-Innung Augsburg: 22 Anlagenmechaniker und 15 Spengler feiern ihren erfolgreichen Abschluss
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| Ferdinand Mayer, Obermeister der Innung Spengler-, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Augsburg |
Augsburg: Ein wichtiger Meilenstein ist geschafft: 37 junge Handwerker haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und erhielten bei der Freisprechungsfeier der SHK-Innung Augsburg im Hotel Alpenhof in Augsburg ihre Gesellenbriefe. 22 Anlagenmechaniker und 15 Spengler hatten ihre Prüfungen bei der Innung Augsburg abgelegt und konnten nun gemeinsam mit ihren Familien, Ausbildungsbetrieben, Lehrkräften und den Verantwortlichen aus Handwerk und Berufsschule ihren erfolgreichen Abschluss feiern.
Obermeister Ferdinand Mayer begrüßte die zahlreichen Gäste und gratulierte den frischgebackenen Gesellen zu ihrem Erfolg. Dabei würdigte er die Leistungen der jungen Handwerker ebenso wie die Unterstützung, die sie während ihrer Ausbildungszeit von ihren Ausbildungsbetrieben, Familien, Lehrkräften und den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern erfahren haben.
„Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen“
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| Johannes Forstmeier, Lehrer an der Berufsschule 1 |
Einen besonderen Gedanken stellte Johannes Forstmeier von der Berufsschule 1 in Augsburg in den Mittelpunkt seiner Ansprache: „Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen.“ Der Weg zum Gesellenbrief sei für jeden Absolventen unterschiedlich gewesen. Manche hätten ihr Ziel früh erreicht, andere hätten mehr Zeit oder einen zweiten Anlauf gebraucht. Entscheidend sei jedoch immer der Wille gewesen, sich weiterzuentwickeln und das eigene Können Schritt für Schritt auszubauen.
Dieses Können sei nicht allein in der Schule oder während der Prüfung entstanden, so Forstmeier. Es sei über Jahre gewachsen – beim Ausprobieren und Arbeiten auf der Baustelle, im Austausch mit Kollegen, im Büro, mit den Vorgesetzten, im Lager, bei Wartungen und bei der Arbeit mit Kunden. Auch die Berufsschule habe mit Klassenkameraden und Lehrkräften ihren Teil dazu beigetragen.
Forstmeier nutzte seine Ansprache deshalb auch, um all jenen zu danken, die die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet haben. Ein besonderer Dank galt den Eltern und Familien, aber auch den Partnern/-innen der Absolventen und Absolventinnen, die häufig im Hintergrund Unterstützung und Rückhalt gegeben hätten. „All diesen Menschen gebührt Dank. Sie haben Dich ein Stück weitergebracht“, brachte er die Bedeutung dieses Umfelds auf den Punkt.
Seine Botschaft an die neuen Gesellen: Das eigene Können bewahren, weiterentwickeln und hinaus in die Welt tragen. Denn wer etwas erreichen wolle, müsse bereit sein, dafür zu arbeiten – und könne am Ende mit dem Gesellenbrief den Beweis in den Händen halten, dass er es auch kann.
Handwerk gestaltet die Zukunft
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| Katrin Merk, Handwerkskammer für Schwaben |
Auch Katrin Merk, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer für Schwaben, gratulierte den Absolventen herzlich. Sie erinnerte daran, wie viel in den vergangenen Jahren geleistet wurde: gelernt, geplant, gerechnet, montiert, geschweißt, programmiert und repariert. Mit dem erfolgreichen Abschluss hätten die jungen Handwerker nicht nur ein Prüfungszeugnis erworben, sondern den Nachweis erbracht, Verantwortung übernehmen zu können und über das notwendige fachliche Können zu verfügen.
Besonders hob Merk die Bedeutung der beiden Berufe für die Zukunft hervor. Das Klempner- sowie das Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk seien Schlüsselgewerke unserer Zeit. Sichere Trinkwasserversorgung, moderne Heiztechnik, energieeffiziente Gebäude und klimafreundliche Wärmelösungen seien ohne das Know-how des Handwerks nicht denkbar. Die jungen Gesellen seien damit gefragte Fachkräfte und würden die Zukunft aktiv mitgestalten.
Ihr Dank galt zugleich den Familien, den Ausbildungsbetrieben, den Lehrkräften und den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern. Gerade die Ausbildungsbetriebe übernähmen mit ihrem Engagement Verantwortung für die Zukunft des Handwerks. Die Prüferinnen und Prüfer wiederum sorgten mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz dafür, dass die hohen Qualitätsstandards der handwerklichen Berufsabschlüsse gewahrt bleiben.
Für die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen gab Merk einen klaren Rat mit auf den Weg: Mit dem Ende der Ausbildung endet das Lernen nicht. Weiterbildung, Spezialisierung, Meistertitel, Techniker oder auch ein Studium über den beruflichen Bildungsweg eröffnen zahlreiche Möglichkeiten. Digitalisierung, Energiewende, intelligente Gebäudetechnik und nachhaltige Versorgungssysteme würden den Berufsalltag weiter verändern.
Ein besonderer Moment: die Freisprechung
Anschließend wurde es feierlich: Die Gesellenbriefe wurden an die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen überreicht. Damit wurde sichtbar, was die vergangenen Ausbildungsjahre gebracht haben: Aus Auszubildenden sind qualifizierte Fachkräfte geworden, die nun ihren weiteren beruflichen Weg selbstbewusst gestalten können.
Die Freisprechung selbst knüpft an eine lange Tradition des Handwerks an. Nach bestandener Prüfung werden die ehemaligen Lehrlinge von den Rechten und Pflichten ihrer Ausbildung entbunden und in den Stand der Gesellinnen und Gesellen aufgenommen.
Die Besten besonders ausgezeichnet
Besondere Anerkennung erhielten anschließend die Prüfungsbesten. Neben ihrem Gesellenbrief bekamen sie eine zusätzliche Urkunde sowie einen Werkzeugkoffer – eine passende Auszeichnung für junge Fachkräfte, die mit ihrem Können bereits während der Prüfung besondere Leistungen gezeigt haben.
Bei den Anlagenmechanikern wurden ausgezeichnet:
1. Platz: Samuel Hrastel (Firma Benjamin Buchenroth)
2. Platz: Philo Sandvoss (Firma Luichtl Wasser & Wärme GmbH)
2. Platz: Alexander Greppmair (Firma Kerscher Heizungsbau GmbH)
3. Platz: Kilian Ostermaier (Firma Bernhard Stach)
3. Platz: Jonathan Picard (Firma Johann Trinkl Heizungsbau GmbH)
3. Platz: Jonas Seidl (Firma Riesco Borrego Venancio)
Bei den Spenglern gingen die Auszeichnungen an:
1. Platz: Patrick Schwarz (Firma Dietmar Lorenz)
2. Platz: Samir Atashi (Firma FHS Spenglerei GmbH)
3. Platz: Robin Paul Oberschmid (Firma Spenglerei Oberschmid)
3. Platz: Florian Wanner (Firma Kalchschmid)
3. Platz: Kim Vivien Meier (Firma Lerchenmüller GmbH)
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| Die Bestplatzierten mit Ihren Urkunden, zusammen mit Obermeister Ferdinand Mayer und dem stellvertretenden Obermeister Franz Bradl |
Ein neuer Abschnitt beginnt
Mit dem Gesellenbrief in der Hand beginnt für die 37 jungen Handwerker-/innen nun ein neuer Abschnitt. Viele werden ihre berufliche Laufbahn in ihren Ausbildungsbetrieben fortsetzen, andere werden sich weiterqualifizieren oder neue Wege einschlagen. Eines verbindet sie alle: Sie haben bewiesen, dass sie ihr Handwerk beherrschen und Verantwortung übernehmen können.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieser Freisprechungsfeier: Können entsteht nicht über Nacht. Es wächst aus dem Wollen, aus Erfahrung, Unterstützung, Ausdauer und der Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen.
Die SHK-Innung Augsburg gratuliert allen 37 frischgebackenen Gesellen & Gesellinnen herzlich zum erfolgreichen Abschluss und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg viel Erfolg, Freude am Handwerk und stets eine sichere Hand.
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| Alle Prüflinge der Sommerprüfung 2026 zusammen mit Franz Bradl, Katrin Merk & Ferdinand Mayer |
| Fotos: Innung SHK Augsburg |





